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23.04 2019

Kredit und Todesfall: Was passiert mit meinen Schulden?

Obwohl wir natürlich nur ungern an unseren Tod erinnert werden, stellt er eine Realität dar, die im Zusammenhang mit finanziellen Vorhaben manchmal berücksichtigt werden sollte. Was passiert im Todesfall mit meinem unbezahlten Kredit? Kann verhindert werden, dass die Angehörigen die Schulden des Kreditnehmers erben? Wir haben die Antworten für Sie ausformuliert.

Kredit und Todesfall müssen nicht zwangsläufig zu Schulden führen

Kredit und Todesfall – Was steht im Erbrecht?

Grundsätzlich erben die Hinterbliebenen des Erblassers seine Vermögenswerte sowie seine Schulden. Für Kredite verschiedener Art, also für Ansprüche von Gläubigern, müssen deshalb die Erben des Verstorbenen aufkommen. Gleichzeitig gilt aber auch, dass niemand dazu verpflichtet ist, eine Erbschaft anzunehmen. Sollten Sie befürchten, dass der Erblasser Ihnen mehrheitlich Schulden hinterlässt, können Sie das Erbe ausschlagen (siehe Erbrecht im ZGB). In diesem Fall gehen Sie zwar leer aus, müssen aber nicht für die Schulden des Erblassers haften.

Sollte es unklar sein, wie die finanzielle Situation des Erblassers kurz vor dessen Ableben aussah, kann ein öffentliches Inventar verlangt werden. Dabei werden alle Aktiven und Passiven des Erblassers erfasst und im öffentlichen Amtsblatt publiziert. Nach Abschluss dieses Inventars können Sie:

  • Die Erbschaft ausschlagen.
  • Die amtliche Liquidation verlangen. Die Schulden werden dabei soweit möglich durch das Vermögen des Verstorbenen getilgt, Sie erhalten das restliche Vermögen / die restlichen Schulden.
  • Die Erbschaft unter öffentlichem Inventar (Sie haften nur für Forderungen, die im Inventar aufgeführt sind) oder vorbehaltslos annehmen (Sie haften mit privatem und ererbtem Vermögen für geerbte Schulden).

Was passiert mit dem Konsumkredit?

Interessieren Sie sich für einen Konsumkredit, möchten aber zuerst wissen, ob Ihre Erben Ihre Schulden im Todesfall übernehmen müssen? Es gibt eine beruhigende Antwort: Heutzutage werden die meisten Konsumkredite mit einer Ratenversicherung versehen, welche im Todefall des Kreditnehmers die Kreditschuld bezahlt. In diesem Fall werden die Erben nicht mit dem Konsumkredit belastet. Das Konsumkreditgesetz (KKG) verpflichtet Kreditgeber ausserdem, eine solche Versicherung in jedem Fall in den Konsumkredit zu integrieren, was im Vertrag ersichtlich sein muss.

Kann eine Zusatzversicherung sinnvoll sein?

Die herkömmliche Ratenversicherung bezahlt die Kreditschuld nur im Todesfall. Sollte der Kreditnehmer aus einem anderen Grund die Raten nicht mehr bezahlen können, muss er weiterhin selbst für die Schuld aufkommen. Deshalb kann eine zusätzliche Versicherung sehr sinnvoll sein, vor allem bei grösseren Kreditbeträgen und längerer Laufzeit. Eine solche schützt bei:

  • Erwerbsausfall aufgrund von Krankheit
  • Erwerbsausfall wegen eines Unfalles
  • Erwerbsausfall durch unfreiwillige Arbeitslosigkeit

Unser Tipp: Kreditvermittler einschalten

Wenn Sie sich nicht sicher sind, was im Todesfall mit Ihrem Kredit passiert, lohnt es sich, einen spezialisierten Berater zu kontaktieren. Beispielsweise sind die Mitarbeiter von Kredit-Selbstständige.ch Experten im Kreditbereich für Unternehmen und Privatpersonen. Nicht nur können sie Ihnen zu allen Ihren Fragen zum Konsumkredit, Todesfall und möglichen Versicherungen Auskunft geben, sondern Ihnen auch die günstigsten Angebote auf dem Markt vermitteln. Wir empfehlen immer, sich vor dem Kreditabschluss über alle Modalitäten genau zu informieren, was auch die Folgen eines Todesfalles nicht ausschliesst.

Artikel verfasst vom Team der Firma Prestaflex

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