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03.05 2019

Zahlungsausfall verhindern: Was tun bei nicht zahlender Kundschaft?

Sind Sie Geschäftsführer in der Schweiz, entweder als Selbstständiger mit einem Einzelunternehmen oder als Inhaber einer GmbH oder einer AG? Dann ist es sicher bereits geschehen, dass einer Ihrer Kunden eine Rechnung zu spät oder gar nicht bezahlt hat. Ein Zahlungsausfall ist ärgerlich, doch gibt es vielleicht Mittel, mit denen man sich vor Verlusten durch nicht zahlende Kunden schützen kann?

Zahlungsausfall: Wie verhindere ich ihn?

Ein Zahlungsausfall ist verkraftbar, viele nicht

Normalerweise ist ein einzelner Debitorenverlust kein existenzbedrohendes Problem, viele und hohe Zahlungsausfälle können hingegen ein Unternehmen an den Rand des Ruins treiben. Der Schaden, den eine nicht bezahlte Rechnung anrichtet, begrenzt sich nicht nur auf den verrechneten Betrag, den das Unternehmen nicht einstreichen kann. Auch Mahnungen, Verhandlungen und ggf. Betreibungen verursachen monetäre, zeitliche und personale Kosten. Selbst wenn der säumige Kunde schlussendlich doch noch bezahlt, kommt der Erlös oft zu spät, denn Lieferanten wollen so schnell wie möglich bezahlt werden, wofür die Liquidität aus dem Verkauf dringend benötigt wird.

Wie verhindere ich einen Zahlungsausfall?

Grundsätzlich haben Sie als Anbieter von Waren und Dienstleistungen keine Kontrolle über das Zahlverhalten Ihrer Kunden. Es ist also beim Geschäftsabschluss nicht ersichtlich, ob es zu einem Zahlungsausfall kommen wird oder nicht. Gewisse Massnahmen zur Verhinderung von Zahlungsausfällen können Sie hingegen relativ einfach selbst treffen:

  • Rechnungen sofort bei Lieferung verschicken
  • Einfaches und effizientes Mahnwesen einrichten
  • Lieferungen nur gegen Vorkasse entsenden
  • Auskunft von Bonitätsprüfern verlangen
  • Ein Inkassounternehmen mit der Beschaffung beauftragen

Factoring schützt vor Zahlungsausfall

Factoring im B2B-Bereich ist ein Produkt, welches den Cash Flow von Unternehmen verschnellert und gleichzeitig vor Debitorenverlusten schützt. Das System ist simpel und funktioniert durch die Zusammenarbeit mit einem sog. Factor:

  • Der Factoring-Nehmer verrechnet seinem Kunden, einem Unternehmen, verkaufte Waren oder ausgeführte Dienstleistungen
  • Dem Kunden wird also eine Rechnung verschickt und der Factor erhält davon eine Kopie.
  • Der Factor bezahlt dem Factoring-Nehmer innerhalb von 24-48 Stunden 90% des verrechneten Betrages (abzgl. Gebühren).
  • Der Kunde bezahlt 100% der Rechnung beim Factor (Referenznr. geändert).
  • Der Factor bezahlt dem Factoring-Nehmer die ausstehenden 10% der Rechnung.

Factoring bringt also gleich einen zweifachen Vorteil: Zum einen wird der Factoring-Nehmer für fast 90% seiner Rechnung sofort bezahlt und muss die Zahlung des Kunden nicht mehr abwarten, zum anderen bezahlt der Factor diese 90% auch dann, wenn der Kunde ihn nicht bezahlen kann oder will. In der Tat übernimmt der Factor das ganze Risiko eines Zahlungsausfalles, ein Factoring-Nehmer wird also immer bezahlt, auch wenn der Kunde insolvent ist.

Ausserdem bietet der Factor auch Dienste an, die sich um das Debitorenmanagement seiner Factoring-Nehmer drehen. Ein Factor kann für Sie die komplette Rechnungsstellung inklusive Mahnwesen übernehmen und wird sich auch um die Beschaffung ausstehender Mittel kümmern, falls Ihre Kunden nicht zahlen sollten.

Einen Spezialisten beauftragen

Ein Zahlungsausfall ist ein Ärgernis, doch mit der richtigen Vorsorge lassen sich die meisten Schäden abwenden. Nutzen Sie das Know-How eines Spezialisten in Sachen Unternehmensfinanzierung, um von massgeschneiderten Factoring-Verträgen zu profitieren. Jeder Vertrag kann individuell zusammengeschnitten werden, damit er genau auf Ihre Bedürfnisse passt. Egal ob Sie sich mehr für Forderungsfinanzierung oder für Schutz vor Zahlungsausfällen interessieren, der richtige Partner findet das passende Produkt für Sie.

Artikel verfasst vom Team der Firma Prestaflex

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