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TARMED: Worum handelt es sich genau?

Mit der Erhöhung der Gesundheitskosten wird auch die Diskussion um TARMED immer wieder aktuell. Obwohl die meisten Personen eine Vorstellung vom TARMED haben, wissen viele nicht, was sich hinter diesem System genau verbirgt. Wie funktioniert diese Tarifberechnung genau? Warum gibt es Kostenunterschiede von einem Arzt oder Kanton zum nächsten? Wir haben die Erklärungen für Sie!

Ein Tarifsystem aus dem Jahr 2004

Die Ursprünge dieses Systems liegen Anfang der 2000er Jahre. Das Ziel war, die Abrechnung von medizinischen Dienstleistungen zu reformieren, damit die Kosten vereinheitlicht werden können. Das Akronym "TARMED" bezieht sich darum auf "Tarif médical", französisch für medizinischer Tarif. Zahlreiche im Gesundheitsbereich Beschäftigte (Ärzte, Versicherer, etc.) haben an seinem Entstehen mitgewirkt und die erste Version des TARMED wurde im Jahr 2004 eingeführt. Seitdem wurden einige Anpassungen vorgenommen, vor allem im Jah 2014 und gerade kürzlich im Jahr 2018.

Die Positionen

Das Ziel von TARMED ist es, so viele "willkürliche" Rechnungen wie möglich zu verhindern, egal ob sie von einem Arzt, einer Klinik oder einem Spital stammen. Um dies zu erreichen, wurden über 4600 medizinische Dienstleistungen, sogenannte Positionen von den Mitarbeitern im Gesundheitsbereich systematisiert.

Eine Position entspricht einer konkreten medizinischen Tätigkeit: Beispielsweise Blutentnahme, telefonische Beratungsgespräche à 5 Minuten, etc. Jede von einem Arzt ausgestellte Tätigkeit entspricht schlussendlich einer Position. Eine komplette Untersuchung/Behandlung entspricht also mehreren medizinischen Tätigkeiten, denen mehrere Positionen entsprechen. Sobald die Untersuchung/Behandlung fertig ist, liegt es an einem Referenten, die ausgeführten Tätigkeiten in genau definierte Positionen zu "übersetzen".

Die Punkte

Zu jeder Position im TARMED gehört eine gewisse Menge an Punkten. Dadurch erhält das System einen "Universalstatus". Eine spezifische medizinische Tätigkeit entspricht einer gewissen Position, die immer dieselbe Anzahl an Punkten aufweist, egal welcher Arzt die Tätigkeit ausführt. Mehrere Positionen entsprechen also einer Summe an Punkten für jede medizinische Visite.

Um die Rechnung zu erstellen, muss die Summe der Punkte, die der Untersuchung/Behandlung entsprechen, mit den Preisen der Punkte multipliziert werden. Wenn ein Arzt beispielsweise eine Untersuchung vornimmt, die 10 Positionen im TARMED und damit 400 Punkten entspricht und ein Punkt 0.87 CHF kostet, wird die Rechnung 400 x 0.87 CHF = 348 CHF betragen.

Wie hoch ist der Preis eines Punktes?

Die Behörden jedes Kantons legen die Kosten eines Punktes für den ganzen Kanton individuell fest. Die Kosten für einen Punkt können also von einem Kanton zum anderen variieren. Im Jahr 2017 konnte ein Punkt zwischen 0.82 CHF und 0.97 CHF kosten.

Echte Kostengleichheit?

Das Ziel des TARMED ist es, eine Kostengleichheit für Medizinkosten in der Schweiz zu garantieren. Zwei Spezialisten, welche die gleiche Untersuchung ausführen, sollten also in der Theorie dem Patienten die gleichen Kosten verrechnen. In der Praxis ist es aber so, dass das System nicht perfekt ist und immer wieder Preisunterschiede vorkommen.

Es steht den Beschäftigten im Gesundheitsbereich in Wirklichkeit frei, ihre Rechnungen zu erstellen. Jeder Arzt kann seine Dienstleistung also auf verschiedene Positionen aufteilen. Mit über 4600 Positionen kann es sein, dass ein Arzt seine Dienstleistung anders aufteilt als ein anderer. Obwohl die Kosten durch den TARMED festgelegt sind, gibt es immer noch einen gewissen Handlungsspielraum, weshalb es immer noch zu Kostenunterschieden kommt.

Das System wird sich ändern

Das Tarifsystem TARMED ist letzten Endes nicht perfekt. Es spiegelt den Willen wider, die Tarife verschiedener Anbieter im Gesundheitsbereich zu vereinheitlichen und ermöglicht es bis zu einem gewissen Grad, die Kosten besser zu kontrollieren und den Konsumenten eine gewisse Preisneutralität zu garantieren. Das Schweizer Gesundheitssystem ist kompliziert, denn verschiedenste Akteure spielen eine Rolle. Der TARMED ist bereits ein (noch ausbaufähiger) Schritt, um die Behandlungskosten zu vereinheitlichen und besser zu verstehen und wird die Kosten in der Zukunft vielleicht noch effektiver eingrenzen können.

Artikel verfasst vom Team der Firma Prestaflex www.prestaflex-service.ch

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